Zu versuchen Dinge miteinander
(to try things together)
(1) Aluminium, Nessel, Beamer, Kamera, 290 x 380 x 380 cm - (2) Aluminium, Schere, Nessel, Nadelkissen, Nadeln, Garn, Einfädler, Text, 125 x 25,5 x 11 cm, 2025
Zu versuchen Dinge miteinander befasst sich mit Verletzlichkeit, Vertrauen und dem gegenseitigen Geben und Nehmen in Beziehungen.
Eine große Metallstruktur mit einer leuchtenden und halbtransparenten Membran steht in der Mitte des Raumes. Jede ihrer Seiten wird gefilmt und auf die nächste Leinwand projiziert, wodurch im Inneren ein zirkulärer Feedback-Raum entsteht. Ein Text an der Wand erlaubt es den Besuchern, sich einen Weg durch die Leinwand ins Innere zu schneiden – wenn sie ihn danach wieder zusammennähen.
Während der 36 Tage der Ausstellung interagierten die Besucher mit der Installation und hinterließen nicht nur große Eintritts-Spuren, sondern nutzten die Installation als Medium für kleinere, zusammengenähte Formen und abstrakte Texte. Mit dem Kamerasystem und den Beamern, die in jeder Ecke positioniert waren, wurden ihre Spuren über die Seiten des Prismas projiziert und verteilten sich im umliegenden Raum.
Die Arbeit wurde in der Ausstellung „Proberaum Pina” im Kunstmuseum Solingen präsentiert. Der Titel bezieht sich auf eine Bemerkung, die Pina Bausch in einem Interview über Darsteller auf der Bühne machte: "[...] Es ist immer jedes mal etwas ganz Feines, eine Überwindung und es macht demjenigen viel aus und es braucht unglaublich viel Vertrauen gegenseitig, zu versuchen Dinge miteinander." - Pina Bausch im Gespräch mit Eva-Elisabeth Fischer, Bayerischer Rundfunk 1994